
Roland Rosenow
Unternehmensberatung – Fortbildung
Studium
Kulturpädagogik in Hildesheim (Diplom 1994)
Berufliche Erfahrung
- 1995 Projektentwickler Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte für Langzeitarbeitslose beim Deutschen Gewerkschaftsbund
- 1996/1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim
- 1997 bis 2005 Freiberuflicher Betreuer in Hildesheim
- seit 1999: Freiberuflicher Dozent für Sozialrecht
- seit 2000: Beratung von Unternehmen, die soziale Dienstleistungen anbieten
- 2005 bis 2009: Redaktion der Zeitschrift Betreuungsmanagement im C.F.Müller-Verlag
- seit 2006: Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei RAe Christian L. Fritz und Kollegen
"Das Gesetz in seiner erhabenen Gleichheit verbietet es Reichen und Armen gleichermaßen, zu betteln, unter den Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen." Diesen Satz lässt Anatole France in seinem Roman 'Die rote Lilie' Choulette, den Bohèmien, sagen. Der Satz ist berühmt geworden, denn er bringt eines der großen Probleme moderner Gesellschaften auf den Punkt: Die formale Gleichheit, wie sie durch die bürgerlichen Rechte und die bürgerlichen Freiheiten garantiert wird, bewirkt eben nicht nur Freiheit, sondern schafft auch die Voraussetzungen für ungeahnte tatsächliche Ungleichheit. Ungleichheit, wie wir sie heute erleben, bedeutet für viele den Ausschluss aus gesellschaftlichen Zusammenhängen.
Die Notwendigkeit der bürgerlichen Freiheiten steht außer Frage. Aber eine Gesellschaft, in der alle dazu gehören – und in einer solchen Gesellschaft will ich leben –, kommt alleine mit negativen Freiheiten nicht aus. Sie braucht daneben positive Freiheiten, oder, mit anderen Worten: Soziale Rechte. Nur die Rechte auf Gesundheit, auf Alterssicherung, auf Bildung, auf eine Grundsicherung für den Fall wirtschaftlicher Not und andere sind in der Lage, die gewaltigen Exklusionskräfte zu bändigen, die moderne westliche Industriegesellschaften entfalten. Und weil der faktische Ausschluss aus gesellschaftlichen Zusammenhängen unmenschlich ist, sind soziale Rechte Menschenrechte.
