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Alleinerziehend

Zur Zeit wächst rund ein Fünftel aller Kinder in Deutschland mit nur einem Elternteil – in den allermeisten Fällen der Mutter – auf. Der Anteil nimmt etwa viermal so schnell zu wie im Durchschnitt aller OECD-Länder. Alleinerziehende sind wirtschaftlich in einer besonders schwierigen Situation.


Mehr als 40 % der Alleinerziehenden beziehen Leistungen nach dem SGB II (iab-Kurzbericht 12/09, www.iab.de). Wenn man die Dunkelziffer der Armut dazu rechnet, dann ergibt sich ein Anteil von fast drei Vierteln der Alleinerziehenden, die in relativer Armut leben.


Alleinerziehende geraten in vieler Hinsicht und meist unfreiwillig mit dem Rechtssystem in Berührung. Zunächst spielen familienrechtliche Fragen eine große Rolle – von Unterhaltsansprüchen bis zum Umgangsrecht. Wenn das andere Elternteil keinen unterhalt zahlt, sind sie auf Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetz angewiesen. Am aufwändigsten ist aber oft die Beantragung und Verwaltung des Arbeitslosengeldes II.



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